Erdbestattung
Beisetzung im Sarg auf dem Friedhof: wie eine Erdbestattung abläuft, welche Fristen gelten, welche Grabarten es gibt und was die Gemeinde verrechnet. Wir sind rund um die Uhr für Sie erreichbar.
Bestattung im Sarg
Bei einer Erdbestattung ruht die verstorbene Person im Sarg in einem Grab auf dem Friedhof. Neben der Kremation ist sie eine der beiden Bestattungsarten, die das kantonale Recht vorsieht, etwa in Zürich und Bern. In der Schweiz wählen heute knapp zehn Prozent der Familien die Beisetzung in der Erde, rund 90 Prozent der Verstorbenen werden kremiert (SRF, Zahl für 2023). Für viele Familien bleibt die Erdbestattung trotzdem die einzig denkbare Form: aus Überzeugung, aus Tradition oder weil die verstorbene Person es so gewünscht hat.
Ein Bundesgesetz dazu gibt es nicht. Kanton und Gemeinde legen fest, wann die Beisetzung frühestens stattfinden darf, welche Grabarten zur Wahl stehen, wie lange das Grab besteht und welche Gebühren anfallen. Die Kantone Bern und Zürich halten zudem ausdrücklich fest: Erdbestattungen sind nur auf Friedhöfen zulässig. Im eigenen Garten oder auf privatem Land ist eine Beisetzung im Sarg dort also nicht möglich.
Wir begleiten seit über zehn Jahren Familien jeder Herkunft und Weltanschauung und haben über 1'000 Bestattungen und Überführungen organisiert. Wir übernehmen die Abstimmung mit Zivilstandsamt, Bestattungsamt und Friedhof, damit Sie sich auf den Abschied konzentrieren können. Rufen Sie uns an, auch nachts und am Wochenende.

Ablauf
Sie rufen uns an, wir holen die verstorbene Person ab: aus dem Spital, dem Pflegeheim oder von zu Hause. Stirbt jemand zu Hause, braucht es zuerst eine ärztliche Todesbescheinigung; was dann zu tun ist, steht unter Todesfall zu Hause.
Ein Todesfall muss innert zwei Tagen beim Zivilstandsamt gemeldet werden. Spitäler und Heime melden selbst, sonst übernehmen wir das für Sie. Die Meldung ist Voraussetzung dafür, dass die Erdbestattung überhaupt stattfinden darf.
Mit Ihnen wählen wir Friedhof und Grabart, mit der Gemeinde den Termin. Im Kanton Zürich findet die Erdbestattung in der Regel frühestens 48 Stunden und spätestens sieben Tage nach dem Tod statt, an Sonn- und Feiertagen in der Regel nicht.
Wir waschen, kleiden und betten die verstorbene Person in den gewählten Sarg, auf Wunsch in Kleidung, die Sie uns mitgeben, oder mit einer rituellen Waschung nach den Vorgaben Ihrer Familie. Der Kanton Bern verlangt Sargmaterial, das den Abbau im Boden möglichst wenig behindert.
Sie können in einem Aufbahrungsraum Abschied nehmen, im engsten Kreis oder mit allen, die kommen möchten. Die Trauerfeier findet kirchlich, in der Moschee, nach einer anderen religiösen Ordnung oder frei statt, in der Abdankungshalle oder direkt am Grab.
Am Grab nehmen Sie ein letztes Mal Abschied, dann folgt die Beisetzung des Sarges. Danach kümmern wir uns um Danksagungen und Abmeldungen und klären mit der Gemeinde, wann und mit welcher Bewilligung ein Grabzeichen gesetzt werden darf.
Im Detail
In den Kantonen Bern und Graubünden darf eine Erdbestattung frühestens 48 Stunden nach dem Tod stattfinden, im Kanton Zürich gilt das in der Regel ebenso. Wünscht Ihre Familie eine möglichst rasche Beisetzung, sagen Sie uns das beim ersten Anruf. Wir reservieren dann den frühesten möglichen Termin bei der Gemeinde und bereiten alle Unterlagen so vor, dass nichts auf Papiere warten muss. Im Kanton Bern kann das Kantonsarztamt bei besonderen Umständen Ausnahmen von der 48-Stunden-Frist bewilligen.
Für die Erdbestattung gibt es zwei Arten von Fristen: die Meldung beim Zivilstandsamt und den frühesten oder spätesten Zeitpunkt der Beisetzung. Die Meldung muss innert zwei Tagen erfolgen. Den Zeitpunkt der Beisetzung regeln die Kantone, und sie tun es ähnlich, aber nicht gleich:
In der Praxis bestimmen freie Termine auf dem Friedhof, die Verfügbarkeit von Geistlichem oder Rednerin und die Anreise der Familie den genauen Tag. Wie sich die Fristen in weiteren Kantonen unterscheiden, steht im Ratgeber Beerdigung in der Schweiz.
Für einen Sarg stehen auf den meisten Friedhöfen weniger Grabarten zur Wahl als für eine Urne. Welche es gibt und wie sie heissen, legt jede Gemeinde fest. Die Stadt Bern bietet zum Beispiel diese Formen an:
Die Ruhefrist beträgt in den Kantonen Zürich, Bern, Graubünden und Basel-Stadt mindestens 20 Jahre, und die Gemeinden können längere Fristen festlegen. In Graubünden verlangt die Verordnung mindestens 25 Jahre, wenn der Boden ungeeignet ist. Nach Ablauf der Frist darf die Gemeinde das Grab räumen; im Kanton Zürich muss sie das mindestens einen Monat vorher amtlich ankünden, damit Angehörige Grabzeichen und Grabschmuck abholen können.
Ein Sarggrab ist im Kanton Bern mindestens 1,5 Meter tief, im Kanton Zürich mindestens 1,2 Meter. Einen ausführlichen Vergleich aller Formen finden Sie unter Grabarten in der Schweiz.
Die Kosten einer Erdbestattung setzen sich aus drei Teilen zusammen: den Leistungen des Bestattungsinstituts, den Fremdkosten für Sarg, Blumen und Trauerdruck sowie den Gebühren der Gemeinde für Grab, Beisetzung und Friedhof. Gerade der dritte Teil hängt stark vom letzten Wohnsitz ab. Die folgenden Beträge stammen aus den amtlichen Gebührenordnungen und gelten ohne Leistungen des Bestattungsinstituts:
Von uns erhalten Sie vor dem ersten Schritt eine schriftliche Offerte, in der alle Positionen einzeln aufgeführt sind, auch das, was nicht enthalten ist. Abholung, Versorgung, Fahrten und Spesen sind bei uns immer im Preis enthalten. Welche Gemeinden einen Teil der Kosten übernehmen, steht unter Bestattungskosten in der Schweiz, die Tarife der Stadt Bern unter Bestattung in Bern.
Kantone wie Zürich und Bern lassen beide Bestattungsarten zu, und für beide gilt im Kanton Zürich dieselbe Frist von in der Regel 48 Stunden bis sieben Tagen. Die Unterschiede zeigen sich danach:
Soll die Erdbestattung nicht in der Schweiz, sondern im Herkunftsland stattfinden, braucht es für den Transport des Sarges einen Leichenpass. Was dazu gehört, steht unter Überführung ins Ausland. Möchte Ihre Familie eine Feier ohne religiösen Rahmen, finden Sie Hinweise unter Konfessionslose Bestattung.
Unser Büro liegt in Bern-Bümpliz, und viele Erdbestattungen, die wir begleiten, finden in der Stadt Bern und den Gemeinden rundherum statt. Für eine Beisetzung im Sarg gilt dort Folgendes:
Adressen, Öffnungszeiten und alle Gebühren der Stadt Bern stehen unter Bestattung in Bern. Wir sprechen Grab, Termin und Feier mit der Gemeinde ab, auch wenn Wohnort und Friedhof nicht in derselben Gemeinde liegen.
Fragen & Antworten
In den Kantonen Bern und Graubünden frühestens 48 Stunden nach dem Tod, im Kanton Zürich in der Regel ebenso, und dort spätestens nach sieben Tagen. Vorher muss der Todesfall beim Zivilstandsamt gemeldet sein, was innert zwei Tagen geschehen muss. Wünscht Ihre Familie eine rasche Beisetzung, planen wir den frühesten möglichen Termin.
Das hängt vor allem von der Gemeinde ab. In der Stadt Zürich ist das Erdbestattungs-Reihengrab für Einwohner unentgeltlich, in der Stadt Bern kostet das Sarg-Reihengrab mit 20 Jahren Unterhalt rund CHF 3'720. Dazu kommen Sarg, Versorgung, Feier und Trauerdruck. Sie erhalten von uns eine Offerte mit allen Positionen einzeln aufgeführt.
Die Ruhefrist beträgt in den Kantonen Zürich, Bern, Graubünden und Basel-Stadt mindestens 20 Jahre, die Gemeinden können länger festlegen. Ein Familiengrab läuft meist länger und lässt sich verlängern, in der Stadt Bern etwa 40 Jahre. Danach darf die Gemeinde das Grab räumen und kündigt das vorher an.
Nach der Abholung melden wir den Todesfall beim Zivilstandsamt und legen mit der Gemeinde Grab und Termin fest. Wir versorgen die verstorbene Person und betten sie ein, die Familie kann Abschied nehmen. Am Tag der Bestattung folgen Trauerfeier und Beisetzung am Grab, im Anschluss oft ein Leidmahl.
In der Regel nicht. Die Kantone Bern und Zürich etwa lassen Erdbestattungen ausdrücklich nur auf Friedhöfen zu; für andere Kantone klären wir die Regeln für Sie ab. Anders ist es bei einer Urne: Je nach Kanton darf sie unter Bedingungen auch ausserhalb eines Friedhofs beigesetzt werden.
Bei der Erdbestattung wird der Sarg direkt auf dem Friedhof beigesetzt. Bei der Kremation folgt auf die Einäscherung die Beisetzung der Urne, für die es mehr Formen und Orte gibt. In der Schweiz werden rund 90 Prozent der Verstorbenen kremiert, die Erdbestattung bleibt für viele Familien aus Überzeugung die richtige Wahl.
In erster Linie die verstorbene Person, wenn sie ihren Wunsch festgehalten hat. Sonst entscheidet, wer ihr am nächsten stand; das Zürcher Recht nennt der Reihe nach Ehe- oder Lebenspartner, Kinder, Eltern und Geschwister. Wer seinen Wunsch schon heute festhalten möchte, findet Hinweise unter Bestattungsvorsorge.
Ja. Dann überführen wir die verstorbene Person im Sarg ins Ausland. Für den Transport braucht es einen Leichenpass, den das Zivilstandsamt ausstellt, dazu die Unterlagen, die das Zielland verlangt. Den Ablauf beschreiben wir unter Überführung ins Ausland.
Ratgeber
Der vollständige Überblick — Ablauf, kantonale Fristen, wer entscheidet, Grabarten und Ruhefristen, was mit der Asche erlaubt ist und was gilt, wenn die Familie Wurzeln im Ausland hat.
Welche Särge es gibt, was Krematorien vorschreiben, was ein Sarg kostet und wann die Gemeinde ihn bezahlt.
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