Überführung ins Ausland
Überführung Verstorbener aus der Schweiz in jedes Land — per Flugzeug oder Bestattungswagen, in die Heimat, zur Familie, an den Ort, der zählt.
Umfasst Abholung in der Schweiz, hygienische Versorgung, Einsargung nach den Vorschriften des Ziellandes, sämtliche Dokumente und Bewilligungen sowie die Organisation des Transports bis zum Zielflughafen. Der endgültige Preis hängt vom Zielland, den Vorschriften der Fluggesellschaft und dem gewünschten Zeitrahmen ab — Sie erhalten die Offerte schriftlich, bevor wir tätig werden. Alle Preise sind ungefähre Angaben und können sich ändern: Die Luftfrachtkosten fallen unterschiedlich aus, und je nach verwendetem Material – etwa Sarg oder Zinkeinsatz – verändert sich der Preis.
Kostenlose Offerte anfordernEine Leichenüberführung — auch Leichentransport, Sargüberführung oder Rückführung in die Heimat genannt — bringt eine verstorbene Person aus der Schweiz an ihren Bestattungsort im Ausland. International Bestattungen übernimmt sie in jedes Land, mit allen Dokumenten aus einer Hand. Die wichtigsten Fakten:
Ablauf
Eine Überführung über Landesgrenzen ist kein gewöhnlicher Transport. Sie unterliegt internationalen Abkommen, den Vorschriften des Ziellandes und den Bestimmungen der Fluggesellschaft. Fehlt ein Dokument, bleibt der Sarg am Flughafen stehen.
Wir arbeiten deshalb nach einer festen Reihenfolge: zuerst die Bewilligung der Schweizer Behörden, dann die Legalisierung durch das Konsulat des Ziellandes, danach die Buchung des Fluges. Erst wenn alle Papiere vorliegen, wird transportiert. Bei uns sind es sechs Schritte:
Im Gespräch mit Behörden, Fluggesellschaften und Bestattungsinstituten begegnen Ihnen mehrere Begriffe für denselben Vorgang. Das verunsichert verständlicherweise. Deshalb kurz geordnet:
Welchen Begriff Sie verwenden, spielt für uns keine Rolle. Rufen Sie an und beschreiben Sie einfach die Situation — wir ordnen das Übrige ein.
Ob Strasse oder Luftfracht, hängt vor allem von der Distanz ab. Für die häufigsten Zielländer finden Sie Ablauf, Dokumente und Kosten auf einer eigenen Seite.
| Zielland | Üblicher Transportweg | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Deutschland | Strasse | Kurze Distanz, Transport in wenigen Stunden |
| Kosovo | Luftfracht nach Pristina oder Landweg | Ab Pristina weiter auf der Strasse; der Landweg dauert zwei bis drei Tage |
| Serbien, Bosnien, Nordmazedonien | Landweg oder Luftweg | Der Landweg ist häufig günstiger und nicht an Flugpläne gebunden |
| Italien, Spanien | Norditalien per Strasse, Madrid und Barcelona meist per Flug | Nach Süditalien meist Flug nach Neapel, Palermo oder Cagliari |
| Portugal | Flug nach Lissabon, Porto oder Faro | Der Landweg dauert je nach Zielregion zwei bis drei Tage |
| Weitere Länder weltweit | Luftfracht | Bei grösseren Distanzen ist der Luftweg klar im Vorteil — wie lange eine Überführung dauert |
| Urne statt Sarg | Persönlich begleitet, im Fahrzeug oder per Flug | Deutlich einfacher und günstiger — Urnenüberführung ins Ausland |
Kosten
Unsere Pauschale beginnt bei CHF 3'000. Sie deckt alles ab, was in der Schweiz anfällt. Was sich von Fall zu Fall stark unterscheidet, ist die Luftfracht: Ihren Preis bestimmen Distanz und Gewicht des Sarges. Deshalb weisen wir sie in der Offerte separat aus.
| Posten | Wie verrechnet |
|---|---|
| Abholung in der ganzen Schweiz, rund um die Uhr | in der Pauschale |
| Hygienische Versorgung und Ankleidung | in der Pauschale |
| Einsargung nach den Vorschriften des Ziellandes, Zinkeinsatz, Versiegelung | in der Pauschale; der Preis verändert sich je nach Sarg und Material |
| Beschaffung aller Dokumente und Bewilligungen | in der Pauschale |
| Organisation des Transports bis zum Zielflughafen | in der Pauschale |
| Luftfracht | separat, je nach Zielland, Distanz und Gewicht des Sarges |
| Amtliche Gebühren und Konsulatsgebühren | separat, je nach Kanton und Zielland |
| Weg vom Zielflughafen zum Bestattungsort | nach Absprache mit dem Bestattungsinstitut im Zielland |
Sie erhalten die Offerte schriftlich, bevor wir tätig werden. Eine ausführliche Aufschlüsselung finden Sie unter Was kostet eine Überführung ins Ausland?
Ob eine Überführung auf der Strasse oder per Flugzeug erfolgt, hängt vor allem von der Distanz ab. Der Schweizerische Verband der Bestattungsdienste hält fest, dass bis etwa 1'000 Kilometer der Bestattungswagen oft die flexiblere Variante ist, bei vergleichbaren Preisen. Für Deutschland, Frankreich, Norditalien oder Österreich fahren wir deshalb häufig selbst.
Für weiter entfernte Ziele ist der Luftweg klar im Vorteil. Der Sarg reist als Luftfracht, Angehörige können als Passagiere auf demselben Flug mitreisen.
Für die Überführung über eine Landesgrenze schreibt das Übereinkommen über die Leichenbeförderung (SR 0.818.62, Art. 6) einen undurchlässigen, mit saugfähigem Material ausgekleideten Sarg vor. Zulässig sind zwei Ausführungen:
| Ausführung | Aufbau |
|---|---|
| Holzsarg mit Zinkeinsatz | äusserer Holzsarg mit mindestens 20 mm Wandstärke und ein sorgfältig verlöteter innerer Sarg aus Zink |
| Einzelner Holzsarg | Holzsarg mit mindestens 30 mm Wandstärke, ausgekleidet mit Zink oder einem anderen selbstzersetzenden Material |
Reist der Sarg per Flugzeug, braucht er zusätzlich eine Druckausgleichvorrichtung, ein Ventil, das den Druck zwischen Innen und Aussen ausgleicht (Art. 6 Abs. 3). Welche Ausführung im Einzelfall verlangt wird, hängt auch vom Zielland und von der Fluggesellschaft ab — wir klären das vorab.
Jede Überführung über eine Landesgrenze braucht eine Kette von Dokumenten, die aufeinander aufbauen. Die Übersicht zeigt, wer was ausstellt — beschaffen müssen Sie davon fast nichts:
| Dokument | Wer es ausstellt |
|---|---|
| Ärztliche Todesbescheinigung | Ärztin oder Arzt, Notarzt oder Spital |
| Todesurkunde bzw. Auszug aus dem Todesregister | Zivilstandsamt am Sterbeort |
| Freigabe zur Bestattung (nur bei aussergewöhnlichem Todesfall) | Staatsanwaltschaft |
| Einsargungs- und Versiegelungsprotokoll | ein dazu ermächtigtes Bestattungsinstitut — wir |
| Leichenpass (Laissez-Passer) | zuständige kantonale Stelle, in den meisten Kantonen das Zivilstandsamt am Sterbeort; in der Stadt Bern das Bestattungsamt |
| Legalisierung, Apostille, Übersetzungen | je nach Zielland: Konsulat des Ziellandes, Apostille durch die kantonale Behörde |
| Pass oder Identitätskarte der verstorbenen Person | die Familie — das ist meist das Einzige, was wir von Ihnen brauchen |
Die Reihenfolge und alle Einzelheiten stehen in der Checkliste Dokumente für die Überführung ins Ausland.
In der Stadt Bern stellt das Bestattungsamt den Leichenpass und das Einsargungszeugnis aus. Verlangt werden die Bestätigung der Anmeldung des Todesfalls und die ärztliche Todesbescheinigung (Stadt Bern: Überführung ins Ausland). In anderen Kantonen ist meist das Zivilstandsamt zuständig. Wir reichen die Unterlagen bei der zuständigen Stelle ein.
Je nach Sterbeort kommt Folgendes dazu:
Überführungen über die Landesgrenze stützen sich auf das Internationale Abkommen über Leichenbeförderung vom 10. Februar 1937 (SR 0.818.61) und das Übereinkommen des Europarats über die Leichenbeförderung vom 26. Oktober 1973 (SR 0.818.62). Nach der Epidemienverordnung (EpV, SR 818.101.1, Art. 70) bezeichnet jeder Kanton die Behörde, die den Leichenpass ausstellt. Dazu kommen die Bestattungsvorschriften des Kantons, in dem die Person verstorben ist.
Innerhalb Europas ist eine Überführung in der Regel in drei bis fünf Werktagen abgeschlossen, bei Zielen ausserhalb Europas sind fünf bis zehn Tage realistisch. Den Zeitplan bestimmen meist die Konsulate und die Flugverbindungen, nicht der Transport selbst. Wochenenden und Feiertage zählen mehr als die Distanz, weil Ämter und Konsulate dann geschlossen sind. Besteht aus religiösen Gründen Eile, reichen wir Unterlagen am selben Tag ein; in günstigen Fällen sind 48 bis 72 Stunden machbar. Mehr unter Dauer einer Überführung.
Jeder Schritt setzt den vorherigen voraus. Deshalb verzögert ein fehlendes Papier am Anfang die ganze Kette:
War ein Unfall die Todesursache, vergütet die obligatorische Unfallversicherung nach Art. 14 UVG die notwendigen Kosten für die Überführung an den Bestattungsort. Auch manche Reise- und Rückführungsversicherungen übernehmen die Kosten — prüfen Sie die Police oder geben Sie uns die Angaben, wir klären es mit (Rückführungsversicherung). Ohne Versicherung werden die Kosten in der Regel aus dem Nachlass bezahlt.
Auch der umgekehrte Weg ist möglich: Ist eine Person im Ausland verstorben und soll in der Schweiz bestattet werden, organisieren wir die Rückführung zusammen mit dem Bestattungsinstitut vor Ort. Mehr dazu unter Überführung in die Schweiz.
Wird die verstorbene Person in der Schweiz kremiert, entfallen Zinksarg und Luftfracht. Eine Urne lässt sich deutlich einfacher und günstiger überführen, teilweise auch im Handgepäck der Angehörigen. Ob das für Ihre Familie in Frage kommt, besprechen wir offen. Ablauf, Dokumente und was im Flugzeug gilt: Urnenüberführung ins Ausland.
Im Detail
Eigene Fahrzeuge
Die Abholung in der Schweiz und die Fahrt zum Flughafen übernehmen wir mit eigenen Überführungsfahrzeugen — nicht über einen Drittanbieter. Das bedeutet: feste Ansprechpersonen, planbare Zeiten und ein durchgehend würdevoller Umgang, vom Sterbeort bis zur Übergabe an die Luftfracht.
Bei Zielen im nahen europäischen Ausland fahren wir auf Wunsch auch die gesamte Strecke auf der Strasse. Das ist häufig schneller als der Luftweg und erspart den Umschlag am Flughafen.

Fragen & Antworten
Unsere Pauschale beginnt bei CHF 3'000. Sie umfasst Abholung, hygienische Versorgung, Einsargung, alle Dokumente und die Organisation des Transports bis zum Zielflughafen. Hinzu kommen abhängig vom Zielland die Luftfrachtkosten und allfällige Konsulatsgebühren. Diese Positionen weisen wir in der Offerte einzeln aus — Sie wissen vorher, was Sie zahlen. Alle Preise sind ungefähre Angaben und können sich ändern: Die Luftfrachtkosten fallen unterschiedlich aus, und je nach verwendetem Material – etwa Sarg oder Zinkeinsatz – verändert sich der Preis.
Innerhalb Europas in der Regel drei bis fünf Werktage, bei Zielen ausserhalb Europas fünf bis zehn Tage. Entscheidend sind die Bearbeitungszeiten des Konsulats und die Flugverbindungen. Bei religiös gebotener Eile organisieren wir, wo möglich, eine beschleunigte Abwicklung.
Ärztliche Todesbescheinigung, Auszug aus dem Todesregister, Leichenpass, Bewilligung der Gemeinde sowie die Papiere der verstorbenen Person (Pass oder Identitätskarte, Aufenthaltsbewilligung). Je nach Zielland kommen konsularische Legalisierung, Apostille oder beglaubigte Übersetzungen hinzu. Wir sagen Ihnen im ersten Gespräch genau, was in Ihrem Fall nötig ist.
Der Leichenpass ist die amtliche Bewilligung, mit der ein versiegelter Sarg eine Landesgrenze überqueren darf. Ausgestellt wird er von der zuständigen kantonalen Stelle, in den meisten Kantonen vom Zivilstandsamt am Sterbeort, in der Stadt Bern vom Bestattungsamt. Wir beantragen ihn für Sie.
Nein, nicht vollständig. Für den Leichenpass braucht es ein Einsargungs- und Versiegelungsprotokoll, das nur ein dazu ermächtigtes Bestattungsinstitut erstellen darf. Ohne dieses Protokoll gibt es keinen Leichenpass und keine Luftfracht.
Ja. Leichenüberführung, Leichentransport, Sargüberführung und Rückführung in die Heimat bezeichnen denselben Vorgang: den Transport einer verstorbenen Person an ihren Bestattungsort. «Leichentransport» ist eher das Wort der Behörden, «Rückführung» wird verwendet, wenn es ins Heimatland geht.
Bis etwa 1'000 Kilometer ist der Bestattungswagen oft die flexiblere Variante bei vergleichbaren Kosten. Bei grösseren Distanzen ist der Luftweg schneller und meist auch günstiger. Wir empfehlen Ihnen im ersten Gespräch den sinnvolleren Weg.
Das Übereinkommen über die Leichenbeförderung lässt zwei Ausführungen zu: einen Holzsarg mit mindestens 20 mm Wandstärke und verlötetem Zinkeinsatz oder einen Holzsarg mit mindestens 30 mm Wandstärke, der mit Zink oder einem anderen selbstzersetzenden Material ausgekleidet ist. Für den Luftweg kommt eine Druckausgleichvorrichtung dazu. Ob zusätzlich eine Einbalsamierung nötig ist, hängt vom Zielland und von der Dauer ab. Wir klären die Vorschrift vorab.
Bei einem Unfall vergütet die obligatorische Unfallversicherung nach Art. 14 UVG die notwendigen Überführungskosten. Auch Reise- und Rückführungsversicherungen übernehmen die Kosten teilweise. Wir klären das gerne mit Ihnen.
In der Regel ja. Für eine Urne entfallen Zinksarg und Luftfracht, und meist auch der Leichenpass. Ob eine Kremation für Ihre Familie und das Zielland in Frage kommt, besprechen wir offen.
Ja. Der Sarg wird als Luftfracht befördert, Angehörige reisen als reguläre Passagiere — häufig auf demselben Flug. Wir stimmen die Buchungen ab, damit Ankunft und Übergabe zusammenfallen.
Ja. Ist eine Person im Ausland verstorben und soll in der Schweiz bestattet werden, organisieren wir die Rückführung zusammen mit dem Bestattungsinstitut im Ausland. Massgeblich ist dabei nicht der Wohnsitz — auch wer nur zu Besuch in der Schweiz war, wird von uns überführt.
Ratgeber
«Leichentransport» ist das Wort der Behörden, «Überführung» das Wort der Familien. Gemeint ist dasselbe — und genau hier entstehen die Missverständnisse.
Luftfracht nach Pristina oder Strassentransport: welcher Weg wann sinnvoll ist, welche Papiere nötig sind und wie lange es dauert.
Eine Checkliste in der Reihenfolge, in der die Papiere tatsächlich gebraucht werden — und die drei Dokumente, an denen es am häufigsten hängt.