Kosten & Transparenz
Kaum jemand kennt die Bestattungskosten, bevor er sie zum ersten Mal bezahlen muss. Dieser Ratgeber schlüsselt auf, welche Posten anfallen, welche die Gemeinde trägt und wo die grössten Unterschiede liegen.
Die Frage nach den Kosten stellen fast alle Angehörigen — meistens erst nach einer Pause, als wäre sie unpassend. Sie ist es nicht. Wer weiss, was eine Bestattung kostet, trifft ruhigere Entscheidungen und läuft nicht Gefahr, in einer ohnehin belastenden Situation etwas zu unterschreiben, das er später bereut.
In der Schweiz gibt es keinen einheitlichen Preis für eine Bestattung. Die Kosten setzen sich aus mehreren Blöcken zusammen, und ein Teil davon wird je nach Wohnsitzgemeinde ganz oder teilweise von der öffentlichen Hand getragen. Genau das macht den Vergleich schwierig — und Pauschalaussagen im Internet unbrauchbar.
Es hilft, die Gesamtsumme in drei Blöcke zu zerlegen. Nur der erste ist wirklich frei verhandelbar, die anderen beiden folgen kommunalen Tarifen oder festen Vorgaben.
Das ist der Punkt, der die meisten Familien überrascht: In vielen Schweizer Gemeinden ist die schlichte Bestattung von Einwohnerinnen und Einwohnern weitgehend kostenlos. Üblicherweise übernimmt die Gemeinde die Kremation, ein einfaches Reihengrab oder die Beisetzung im Gemeinschaftsgrab sowie die Benutzung der Abdankungshalle.
Was die Gemeinde nicht übernimmt, sind die Leistungen des Bestattungsinstituts und alles Individuelle. Wie weit die Kostenübernahme geht, unterscheidet sich allerdings erheblich — von Kanton zu Kanton und selbst zwischen Nachbargemeinden. Ein Anruf beim zuständigen Bestattungsamt schafft in fünf Minuten Klarheit; wir übernehmen das auf Wunsch für Sie.
Für eine schlichte, würdige Bestattung in der Schweiz — Leistungen des Bestattungsinstituts, ohne aufwendige Feier, ohne Grabstein — bewegen sich die Kosten für Angehörige typischerweise im mittleren vierstelligen Bereich. Mit Trauerfeier, Floristik, Todesanzeige und Grabstein kann die Gesamtsumme deutlich höher liegen.
Diese Spannweite ist kein Ausweichen, sondern die Realität eines föderalen Systems: Dieselbe Bestattung kostet in zwei Gemeinden desselben Kantons unterschiedlich viel. Deshalb arbeiten wir mit einer schriftlichen Offerte, bevor wir tätig werden — mit den Gemeindegebühren als separat ausgewiesenem Posten, damit Sie sehen, was an uns und was an die öffentliche Hand geht.
Nicht die Wahl zwischen Erd- und Feuerbestattung entscheidet über die Endsumme, sondern der Umfang der Trauerfeier und die Grabart. Ein Gemeinschaftsgrab ohne Stein und eine Feier im engsten Kreis kosten einen Bruchteil einer Familiengrab-Lösung mit grosser Abdankung. Beides kann würdig sein — die Entscheidung sollte bewusst getroffen werden, nicht aus Unwissen.
Wer zwei Offerten nebeneinanderlegt, sieht oft eine Differenz von mehreren tausend Franken und weiss nicht, woher sie kommt. Meistens steckt sie nicht in der Begleitung, sondern in den Sachkosten — und dort ist der Sarg der grösste einzelne Posten.
In der Schweiz reicht die Spanne für einen Sarg je nach Modell von wenigen hundert Franken bis gegen CHF 3'000. Einfache Modelle aus Pappel oder Tanne liegen selten über CHF 1'000, die mittlere Klasse etwa zwischen CHF 1'200 und CHF 2'000. Den Unterschied machen Holzart, Verarbeitung, Form und Verzierung — nicht die Würde der Verabschiedung.
Zwischen der schlichtesten und der aufwendigsten Variante derselben Bestattung liegen allein beim Sarg schnell CHF 1'500. Wer seinen finanziellen Rahmen kennt, kann genau an dieser Stelle steuern, ohne bei der Begleitung zu sparen.
Soll die verstorbene Person im Herkunftsland bestattet werden, gilt eine andere Rechnung. Bei uns beginnt die Pauschale für eine Überführung ins Ausland bei CHF 3'000. Darin enthalten sind Abholung, hygienische Versorgung, Einsargung nach den Vorschriften des Ziellandes sowie sämtliche Dokumente und Bewilligungen.
Hinzu kommen die Luftfrachtkosten, die stark vom Zielland abhängen, und allfällige Konsulatsgebühren. Beide Posten weisen wir in der Offerte einzeln aus. Bei Zielen im nahen europäischen Ausland ist der Strassentransport häufig günstiger und schneller als der Luftweg — wir prüfen das für jede Strecke.
Nicht jede Familie hat mehrere tausend Franken bereitliegen, wenn ein Todesfall eintritt. Das kommt häufiger vor, als die meisten annehmen, und es ist kein Grund, sich unwohl zu fühlen — auch uns gegenüber nicht.
Wir sind nicht der billigste Anbieter und geben uns auch nicht so aus. Was wir tun: Wir sagen Ihnen vorher, was etwas kostet, und wir suchen innerhalb Ihres Rahmens nach der Lösung, die möglich ist. In fast jeder Kalkulation gibt es Posten, die sich verschieben lassen, ohne dass die Verabschiedung darunter leidet.
Nennen Sie uns Ihren finanziellen Rahmen — offen und ohne Umschweife. Wir sagen Ihnen ehrlich, was darin möglich ist und was nicht, und wir besprechen mit Ihnen auch, wie die Zahlung aussehen kann. Das Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Rufen Sie an: 079 133 90 99, rund um die Uhr.
Reicht der Nachlass für die Bestattungskosten nicht aus und können die Angehörigen sie nicht tragen, übernimmt in der Schweiz die öffentliche Hand eine einfache, würdige Bestattung. Zuständig ist die Wohnsitzgemeinde der verstorbenen Person; das Gesuch läuft über das Sozialamt.
Sprechen Sie das offen an — bei uns und bei der Gemeinde. Es ist ein geregeltes Verfahren, kein Sonderfall. Wir kennen die Abläufe und helfen beim Antrag. Niemand muss sich für eine finanzielle Notlage rechtfertigen, und niemand muss sich für die Bestattung eines Angehörigen verschulden.
Fragen & Antworten
Wir sind nicht der billigste Anbieter in der Schweiz und geben uns auch nicht so aus. Wir arbeiten aber mit jedem Budget: Sarg, Umfang der Feier und Zeitplan lassen sich anpassen, ohne dass die Begleitung darunter leidet. Nennen Sie uns am Telefon Ihren Rahmen, dann sagen wir Ihnen konkret, was darin möglich ist.
Sprechen Sie uns darauf an, bevor Sie etwas unterschreiben. Wir sehen uns Ihre Situation an und sagen Ihnen, welcher Weg in Ihrem Fall möglich ist. Am schnellsten klären wir das im Gespräch — der Anruf kostet nichts.
Die Kosten werden in erster Linie aus dem Nachlass gedeckt. Reicht dieser nicht aus, können Angehörige — je nach Konstellation und kantonalem Recht — in die Pflicht genommen werden. Wer das Erbe ausschlägt, ist von den Nachlassschulden befreit; die Frist dafür beträgt in der Schweiz drei Monate. Bei einer Überschuldung des Nachlasses lohnt sich eine rechtliche Beratung, bevor Sie grössere Aufträge erteilen.
In der Regel ja, aber der Unterschied ist kleiner als viele annehmen — vor allem, weil viele Gemeinden die Kremationsgebühr ohnehin übernehmen. Den grösseren Kostenunterschied macht die Grabart: Eine Urnenbeisetzung im Gemeinschaftsgrab ist deutlich günstiger als ein Familiengrab mit Grabstein und Bepflanzung.
Nein. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung leistet nichts an Bestattungskosten. Leistungen können sich aus einer Lebens- oder Todesfallversicherung, aus der Pensionskasse oder aus einer Unfallversicherung ergeben, wenn der Tod Folge eines Unfalls war. Prüfen Sie die Policen der verstorbenen Person.
Ja. Wir erstellen die Offerte schriftlich und beginnen erst nach Ihrer Freigabe. Positionen, die wir zum Zeitpunkt der Offerte noch nicht exakt kennen — etwa Luftfrachtkosten oder Konsulatsgebühren — kennzeichnen wir als solche und informieren Sie, sobald der genaue Betrag feststeht.